Edmund Käbisch:

Von der Verfolgung zum Widerstand

Menschen auf dem Weg zur Friedlichen Revolution.
Materialien und Kopiervorlagen für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht

 

 

 

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Edmund Käbisch:

Von der Verfolgung zum Widerstand

Menschen auf dem Weg zur Friedlichen Revolution.
Materialien und Kopiervorlagen für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht

Mit Geleitworten von Joachim Gauck, Stanislaw Tillich und Martin Böttger

 

2. Auflage 2015, 240 Seiten, DIN A4

ISBN 978-3-929351-46-0
Preis: EUR 19,90 [D]

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Worum geht es in diesem Buch?

Inhalt:

Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 ist das wichtigste Datum der jüngeren deutschen Geschichte. Tausende gingen auf die Straße, um Freiheitsrechte und bessere Lebensbedingungen einzufordern und die DDR im Sinne einer demokratischen und offenen Gesellschaft zu reformieren. Ohne Blutvergießen erzwangen und ermöglichten sie das Ende eines totalitären Überwachungsstaates.

Die vorliegende Materialsammlung thematisiert auf der Grundlage umfangreicher Recherchen und anhand der Schilderung ihrer Lebenswege, wie Menschen unter den Bedingungen der DDR-Diktatur verfolgt wurden und auf welchem Weg und mit welchen Motiven sie dennoch Widerstand leisteten. Jede Person wird im Zeitkontext vorgestellt und ihr besonderes Handeln wie Wirken herausgearbeitet. Der inhaltliche und persönliche Rahmen reicht von der Willkür der sowjetischen Besatzung über den Wunsch nach Freiheit (in verschiedenen Ausprägungen) und die sich daran anknüpfende Verfolgung und Unterdrückung bis hin zu unterschiedlichen Formen des Widerstands, der in seiner Gesamtheit zur Friedlichen Revolution führte. Unter den Bedingungen der SBZ und DDR gerieten diese Menschen wegen ihres Denkens, Fühlens und Handelns in Konflikt mit der sozialistischen Staatsideologie. Sie wurden zu „Feinden“ erklärt, bekämpft und mussten „liquidiert“ (so die wiederkehrende Bezeichnung in Stasi-Dokumenten) werden. Dieses menschenverachtende Vorgehen der SED-Machthaber durchzieht wie ein roter Faden die ganze DDR-Geschichte und gehörte zum Machterhaltungsmechanismus des Unrechtsstaates.

Auch wenn die Friedliche Revolution ihren Höhe- und Wendepunkt im Herbst 1989 hatte, darf heute nicht vergessen werden, dass sie viele Vordenker hatte. Auch in der Zwickauer Region versammelten sich nach der Einführung des Wehrkundeunterrichts im Jahr 1978 mutige Menschen, um mit dem biblischen Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ für alternative Formen der Konfliktlösung einzutreten. In den 1980er Jahren kamen Gruppen hinzu, die sich unter dem Dach der Kirche für Haftentlassene einsetzten, sich um Ausreisewillige kümmerten, Meinungs- und Reisefreiheit einforderten und Umweltprobleme benannten. Wie in einem Brennglas lässt sich an der Zwickauer Region aber auch beobachten, welche Gegenmaßnahmen der Staat mit Hilfe der Stasi ergriff und welche innerkirchlichen Konflikte die oppositionellen Gruppen hervorriefen.

Mit Hilfe des umfangreichen, authentischen Quellenmaterials und der Biografien sollen Schülerinnen und Schüler Denken, Fühlen und Handeln der Menschen nachvollziehen können. Das Material wurde für einen kompetenzorientierten Unterricht so aufgearbeitet, dass es konkrete Arbeitsaufgaben ermöglichen, sich in die DDR-Verhältnisse, SED-Machtstrukturen und Stasi-Arbeitsweisen hineinzuversetzen, um Mitgefühl für politisch Verfolgte und Widerstand Leistende zu entwickeln. Mitgefühl ist, wie die neuere didaktische Forschung herausgestellt hat, eine Voraussetzung für die eigene ethische Urteilsfähigkeit. Empathie und Mitgefühl können dazu führen, persönliche Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen.

Die dargestellten Biografien gewähren nicht nur einen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse, es werden mit ihrem Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz auch ethische Handlungsfelder benannt, die heute noch von Bedeutung sind. Daher stehen Handlungsmotive und Lebensgeschichten im Mittelpunkt der hier erstmals publizierten Materialien. Ausgehend von den Lehrplanvorgaben für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht stehen dabei drei didaktische Anliegen im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler sollen den damaligen Umgang mit Andersdenkenden kennenlernen, die Konflikte verstehen und die bleibende Bedeutung einer an Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung orientierten Ethik erkennen.

Insbesondere geht es um die Befähigung, die Trennlinien zwischen Demokratie und Diktatur zu erkennen, das Wissen zur Geschichte und Politik der DDR zu erweitern, die diktatorischen und repressiven Aspekte der DDR zu beschreiben, zu eigenen Standpunkten zu gelangen, sich dann selbst verantwortlich in die Gesellschaft einzubringen, die Demokratie mitzugestalten und sich für den Erhalt des Rechtsstaates einzusetzen.

Soweit möglich, endet die Darstellung nicht mit der Friedlichen Revolution, sondern mit der juristischen, psychischen und historischen Aufarbeitung des erlittenen Unrechts und mit dem Fortwirken des Widerstandes in der Bundesrepublik. Viele bringen sich bis heute in die Gesellschaft ein, woran die Kontinuität und Nachhaltigkeit ihres verantwortlichen Denkens und Handelns deutlich wird. Zugleich können Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sich die Geschichte bis in die Gegenwart auswirkt und sie selbst Mitgestalter der Zukunft sind.

Die Materialien fühlen sich dabei auch dem didaktischen Prinzip der Regionalität verpflichtet: Denn wenn sich der Zehntklässler – wie Joachim Gauck in seinem Geleitwort schreibt – überhaupt „für Geschichte interessiert, dann am ehesten, wenn die Straßen, durch die die Revolutionäre zogen, auf seinem Schulweg liegen und er den Platz vor der Kirche, auf dem sich der Friedenkreis 1989 zum Gebet versammelte, vom Fußballspielen kennt.“

Geleitworte von Joachim Gauck, Stanislaw Tillich und Martin Böttger.

Weitere Infrormationen finden Sie im Internet unter www.akteure-friedliche-revolution.de.

Der Autor:

Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i. R., wirkte von 1981 bis 1999 am Dom St. Marien zu Zwickau und bis 2007 als Religionslehrer an verschiedenen Gymnasien der Zwickauer Region

 
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Unterstützer

Dieses Buch wird zahlreichen Schulen in Sachsen kostenlos als Klassensatz zur Verfügung gestellt. Möglich wird dies durch die großzügige und engagierte Unterstützung zahlreicher Förderer. Weiterhin verzichten Autor und Verklag für dieses Schulprojekt auf Honorar und Gewinn.

Autor und Verlag bedanken sich bei der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft für die finanzielle Unterstützung dieser Materialsammlung.

In gleicher Weise geht der Dank an das Soziokulturelle Zentrum der Zwickauer Region Alter Gasometer für das Zustandekommen, die Beantragung und die Abwicklung dieses Projektes der Materialiensammlung.

Die erste Auflage wurde gefördert aus Mitteln des Freistaats Sachsen.

Finanzielle und ideelle Unterstützung der vorangegangenen Materialiensammlungen „Akteure der Friedlichen Revolution“ und „Politisch Verfolgte in der DDR“ wurde geleistet von: Freistaat Sachsen und Sächsische Aufbaubank, Landratsamt Zwickau, Bergakademie Freiberg, Evangelisch-Lutherisches Landeskirchenamt Sachsens, Landrat des Landkreises Zwickau, Landrat des Erzgebirgskreises, Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa.

Der Verband Politisch Verfolgter des Kommunismus e.V. (VPVDK) Landesverband Sachsen hat alle Materialsammlungen sowohl ideell als auch finanziell unterstützt.

 

 
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Stimmen zum Buch - Rezensionen

Aus einem Schreiben der Gedenkstätte Hohenschönhausen:

Als wertvolle Ergänzung des Geschichtsunterrichts und der Zeitzeugengespräche sehe ich seine im Jahr 2015 erschienene Materialsammlung "Von der Verfolgung zum Widerstand. Menschen auf dem Weg zur Friedlichen Revolution". Die jahrelang recherchierte Publikation bietet nicht nur eine umfassende Auswahl an Biografien sächsischer Zeitzeugen, die Opfer politischer Veriolgung wurden, sondern belegt zudem anhand von amtlichen Unterlagen der BStU und unter Nutzung von authentischen Quellenmaterialen die Willkür politischer Justiz im kommunistischen System. Eine umfangreiche Darbietung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien ermöglicht es den Jugendlichen darüber hinaus, sich in das Leben in der DDR hineinzuversetzen und so den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie nachhaltig zu begreifen.

Sehr gerne empfehle ich die sehr gut strukturierte und schülergerecht aufbereitete pädagogische Handreichung für den Geschichtsunterricht in Sachsen und hoffe, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler davon profitieren können.

Hier finden Sie den gesamten Text.

 

Weiterhin finden Sie in Zukunft hier Ausschnitte aus Rezensionen von "Von der Verfolgung zum Widerstand".

 
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This Page has last been updated on 27 December 2015
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